Weils so schön ist, setze ich gleich noch einen Eintrag hinterher...
Die letzten Tage, etwa seit Freitag, waren von verschiedenen Abschieden geprägt. Einige FreundInnen, die ich noch schnell in Frankfurt getroffen habe, meine Taiko-Gruppe, die ArbeitskollegInnen und meine Familie.
Ich hasse Abschiede. Das Schlimmste daran ist eigentlich, dass ich immer das Gefühl habe, dass im Moment des Abschiedes noch irgendetwas total wichtiges gesagt werden müsste... aber natürlich fällt mir dann nicht das Passende ein. Und wenn man sich dann so langsam in unterschiedliche Richtungen wegbewegt, dann spürt man, wie etwas endet... und hat das Gefühl, eine wichtige Gelegenheit verpasst zu haben, noch schnell genau das wichtige zu sagen, das einem eben schon nicht einfallen wollte.
Wahrscheinlich ist es einfach das Bewusstsein, dass es keine weitere Gelegenheit geben wird in absehbarer Zeit, miteinander zu sprechen. Und wer trennt sich schon gerne von Menschen, die einem lieb und teuer sind?
Also, wie gesagt, ich hasse Abschiede... und sei es nur, weil mir nie brauchbare "letzte Worte" einfallen wollen.
Diesmal war es aber noch aus einem anderen Grund merkwürdig: Einerseits musste jeder Abschied quasi auf länger angelegt sein (ich hoffe ja, erst in drei bis vier Jahren wieder zurückzukommen), aber es kann eben auch sein, dass ich zehn Wochen schon Schluss ist... und ich dann wieder vor genau den Leuten stehe, denen die hochdramatischen und pathetischen Abschiedszenen sicher noch lebhaft vor Augen stehen... Irgendwie peinlich wäre das, oder?
Irgendwie ist also noch nichtmal klar, ob es jetzt ein "richtiger" Abschied war (bzw. werden wird) oder nicht. Sehr verwirrend für mich, der ich ja sonst eher gradlinig und strukturversessen bin.
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