So, hier der zweite Artikel mit den Details zu meiner Arbeitssituation.
Wie bekannt, arbeite ich als IT-ler an der Uni. Das hat im August angefangen, mit 20 Stellenprozenten, und ist für den Oktober auf 40 Prozent aufgestockt worden. Das liegt daran, dass die Stellenprozente aus dem Juli quasi "übrig" sind und ich so noch ein bisschen mehr arbeiten kann.
Der Job macht eine Menge Spaß, vor allem das Hantieren mit dem HTML-Code der Webseite ist toll! Ich bastele Bilder ein, setze Links, bearbeite Zeitungsartikel und lade sie hoch und aktualisiere alles mögliche an anderen Inhalten. Echt toll!
Seit letztem Freitag habe ich jetzt noch einen zweiten Job: Ich arbeite in einem japanischen Reisebüro. Offiziell beginnt mein Vertrag am 1. November. Aber langsam und der Reihe nach.
Seit ich hier bin, hatte ich ja das Problem, dass ich nur kurzfristig finanziert war. Also brauchte ich weitere Jobs oder Stellenprozente. Entsprechend habe ich an der Uni getan, was ging, und habe ja auch hier und da was bekommen. Aber zusätzlich habe ich mich überall beworben, wo es ging:
Ein Fachverlag für Wirtschafts-, Reise- und sonstige Literatur (Orell Füssli), die Verstärkung in der Redaktion gesucht haben.
Die japanische Botschaft in Bern, die jemanden für die politische Abteilung gesucht haben.
Eine Anwaltskanzlei, die für den Servie- und Archivbereich eine Teilzeitkraft gesucht hat.
Nichts hat so wirklich geklappt, ich habe es nicht einmal bis zu einem Bewerbungsgespräch geschafft. Für dieses Jahr war das Problem überschaubar, an der Uni bin ich bis Jahresende auf 40 Prozent, weil ich für November und Dezember noch einen Tag in der Woche als Koordinator einer wissenschaftlichen Tagung im Januar hätte arbeiten können.
Ab Januar hätte ich allerdings für etwa ein halbes Jahr nur noch 20 Prozent gehabt, deutlich zu wenig, um Miete, Versicherungen und die Lebenshaltung bestreiten zu können.
Dann kam per E-Mail die Ausschreibung der Japan Concierge AG. Dort wird ein "Allrounder" gesucht, also jemand, der sowohl Flüge, Hotels und vor-Ort-Programm buchen kann, Buchhaltung führen, die Homepage betreuen und was weiß ich nicht alles.
Also habe ich mich dort beworben, und wurde zu meinem ersten Bewerbungsgespräch eingeladen!
Meine Ambition war natürlich hoch, also habe ich das Gespräch mit dem Chef und den beiden anderen Mitarbeiterinnen (eine Halbjapanierin und eine Japanerin mit Schweizer Ehemann) so weit wie möglich auf japanisch geführt. Eine knappe Stunde, ein Bewerbungsgespräch auf Japanisch!
Ich war danach total euphorisch, einfach, weil ich mitgekommen bin und so weit alles wirklich gut gelaufen ist. Naja, offensichtlich haben die von der Japan Concierge (ja, die sind wirklich eine AG, mit fünf Mitarbeitern!) das auch so gesehen, denn ich habe den Job!
Jetzt arbeite ich dort 60 Prozent, teile mir die frei werdende Stelle mit einem anderen Studenten vom Ostasiatischen Seminar an der Uni Zürich. Total cool!
Es gab insgesamt 30 (!) Bewerber, die meisten vom OAS und mit Japanischkenntnissen. Aber bei mir kam anscheinend einiges zusammen. Nicht nur kann ich einigermaßen Japanisch, ich war auch schon dort und kenne mich ein wenig aus. Dazu kam, dass ich meine IT-Stelle mit angeben konnte. Das hat sogar die fehlende Erfahrung in der Tourismusbranche aufgewogen.
Naja, in jedem Fall habe ich im November eine Schulung für unser Buchungssystem, Amadeus, und werde da ab 1.11. einsteigen.
Die Abeit sieht wirklich interessant aus und man kann sehr frei arbeiten, vieles gestalten und selbst organisieren. Gerade wird ein Backpacker-Booking-Programm aufgestellt, um junge Leute nach Nihon zu bringen.
Das schönste ist, dass wir einen Schwerpunkt auf Kultur haben. Also alles, was an Japan so besonders toll ist, wollen wir den Leuten zugänglich machen. Dazu gibt es schon einige vorbereitete Touren, aber wir buchen das meiste individuell für unsere Kunden.
Also: Abwechslungsreich, vielfältig, mit steiler Lernkurve. Klingt nach einem Job für mich!
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Dienstag, 12. Oktober 2010
Meine Jobs
Labels:
Arbeitssuche,
Japan,
Jobs,
Reisebüro,
Tourismus
Donnerstag, 12. August 2010
Lebenszeichen
Hi Leute!
Ja, Asche auf mein Haupt: Ich habe mein kleines Blog sträflich vernachlässigt.
Aber dafür gibt es gute Gründe.
Seit 1. August bin ich als Informatiker am Universitären Forschungsschwerpunkt Asien und Europa angestellt. Nur mit 20 Stellenprozenten, aber immerhin. Die Arbeit dort umfasst die Wartung der Homepage sowie das Einrichten von Druckern und Internetzugängen an den Rechnern der Geschäftsstelle und Doktoranden, die dort arbeiten und ein wenig technischen Support vor Ort. Eine Ausbildung in dem Bereich habe ich nicht, aber die Universität bietet zahlreiche Schulungen zu allen möglichen Aspekten an, vielleicht kann ich da sogar aktiv noch etwas dazu lernen. Der Rest ist eher "learning by doing", und dank meiner jahrelangen Erfahrung mit Computern geht es bisher sehr gut.
Ich habe also alles in allem zwei Stellen im August, im September wird es dann eine weniger werden. Bis zum 15. Arbeite ich noch am Ostasiatische Seminar auf 50%, diese Anstellung endet dann aber automatisch.
Für Oktober kriege ich dann eine kleine Aufstockung meiner IT-Stelle auf 40%, weil die Arbeitszeit aus dem Juli quasi noch "offen" ist und ich die dann nacharbeite. Danach falle ich auf 20% (nur noch der eigentliche IT-Job), aber es kann sein, dass ich noch eine zweite 20%-Stelle bekomme, die dann bis Ende 2010 erhalten bleibt.
Soviel zum Thema dynamische Lebensverhältnisse.
Außerdem habe ich ab 1.9. ein neues Zimmer. Ich wohne dann in einem anderen Teil Zürichs, aber auch nicht weit weg von meinen Arbeitsplätzen. Sehr ruhige Gegend, das Zimmer ist nach Süden gerichtet, mit Blick auf den Üetliberg (der Zürich im Süden begrenzt). Sehr schön! Meine Vermieterin hat zwei graue Katzen, mit denen wir dann die Wohnung teilen werden. Das erste Mal seit langem, dass ich mal wieder mit Haustieren zusammen wohnen werde. Wird sicher lustig, auch wenn die beiden (Felix und Lotte) mich bisher noch eher kritisch beäugt haben.
Leider kann ich dort nur bis längstens Ende Oktober bleiben... als ich nach der Wohnung gesucht habe, war ja noch unklar, ob ich nicht Ende September schon wieder zurück gehen muss. Entsprechend habe ich auch nach einer Zwischenlösung gesucht und genau das gefunden.
Vielleicht kurz zu den weiteren Plänen:
Ich habe drei Bewerbungen laufen (Japanische Botschaft in Bern als Sekretär der politischen Abteilung, Orell Füssli Verlag als Volontär (60%) und eine Bewerbung in der Service-Abteilung der Anwaltskanzlei Wenger Plattner (50%)). Außerdem rufe ich heute nochmal bei einer anderen Option an, bei der es um eine Teilzeitbetreuung für einen körperbehinderten Schüler geht. Mal sehen, wenn nur eins davon klappt, dürfte ich ganz gut wegkommen.
Außerdem will ich Ende September einen Förderantrag beim Schweizer Nationalfonds einreichen, das wäre eine gute Option, um mich mit etwas weniger Arbeiten finanzieren zu können. Also die Möglichkeiten sind da und vielfach, das sieht gut aus.
Nur eine Bleibe brauch ich noch. Das recherchiere ich dann die Tage, diesmal mit einer langfristigen Perspektive. Drückt mir die Daumen, dass ich was passendes und bezahlbares finde!
Davon abgesehen gab es noch einige administrative Dinge, um die ich mich kümmern musste. Die Krankenversicherung brauchte Angaben über meine aktuelle Gehaltsstufe, weil ich den ermäßigten Satz jetzt nicht mehr bekomme. Das Formular für die Erfassung habe ich jetzt dreimal ausgefüllt: Einmal für Juli, einmal August, einmal September. Im Oktober ändert sich wieder alles, im November nochmal... wenn nicht noch was ganz anderes dazwischenkommt. So ein Durcheinander, nicht wahr?
Dazu kommt, dass ich jetzt doch auch mit den Migrationsbehörden hier in Kontakt treten und einen Ausländerausweis beantragen muss. Wie genau das geht weiß ich noch nicht, was für eine Kategorie ich brauche schon. Zur Not hilft da ein Telefonat mit der Behörde weiter. Das steht auch für heute auf dem Programm...
Tja, ihr seht, es ist viel Bewegung in meinem Leben... in sehr kurzer Zeit. Eine schlechte Nachricht habe ich aber auch noch: Ich werde es nicht schaffen, an meinem Geburtstag nach Hause zu kommen. Ich hätte gerne mit euch ein wenig zusammengesessen, aber es klappt einfach nicht. Die Woche vorher bin ich in Frankfurt bzw. in Frankfurt und dem Saarland und am Wochenende meines Geburtstags ziehe ich in Zürich um. Ich brauche irgendwie ein wenig Ruhe, ich merke deutlich, wie sehr mich gerade die letzten Tage doch angreifen.
In jedem Fall wünsche ich euch allen noch eine gute Zeit und hoffe, dass es bei euch ein bisschen schöneres Wetter ist als hier. Die dicken Wolken, die über den Üetliberg kommen, verdecken alles...
Ja, Asche auf mein Haupt: Ich habe mein kleines Blog sträflich vernachlässigt.
Aber dafür gibt es gute Gründe.
Seit 1. August bin ich als Informatiker am Universitären Forschungsschwerpunkt Asien und Europa angestellt. Nur mit 20 Stellenprozenten, aber immerhin. Die Arbeit dort umfasst die Wartung der Homepage sowie das Einrichten von Druckern und Internetzugängen an den Rechnern der Geschäftsstelle und Doktoranden, die dort arbeiten und ein wenig technischen Support vor Ort. Eine Ausbildung in dem Bereich habe ich nicht, aber die Universität bietet zahlreiche Schulungen zu allen möglichen Aspekten an, vielleicht kann ich da sogar aktiv noch etwas dazu lernen. Der Rest ist eher "learning by doing", und dank meiner jahrelangen Erfahrung mit Computern geht es bisher sehr gut.
Ich habe also alles in allem zwei Stellen im August, im September wird es dann eine weniger werden. Bis zum 15. Arbeite ich noch am Ostasiatische Seminar auf 50%, diese Anstellung endet dann aber automatisch.
Für Oktober kriege ich dann eine kleine Aufstockung meiner IT-Stelle auf 40%, weil die Arbeitszeit aus dem Juli quasi noch "offen" ist und ich die dann nacharbeite. Danach falle ich auf 20% (nur noch der eigentliche IT-Job), aber es kann sein, dass ich noch eine zweite 20%-Stelle bekomme, die dann bis Ende 2010 erhalten bleibt.
Soviel zum Thema dynamische Lebensverhältnisse.
Außerdem habe ich ab 1.9. ein neues Zimmer. Ich wohne dann in einem anderen Teil Zürichs, aber auch nicht weit weg von meinen Arbeitsplätzen. Sehr ruhige Gegend, das Zimmer ist nach Süden gerichtet, mit Blick auf den Üetliberg (der Zürich im Süden begrenzt). Sehr schön! Meine Vermieterin hat zwei graue Katzen, mit denen wir dann die Wohnung teilen werden. Das erste Mal seit langem, dass ich mal wieder mit Haustieren zusammen wohnen werde. Wird sicher lustig, auch wenn die beiden (Felix und Lotte) mich bisher noch eher kritisch beäugt haben.
Leider kann ich dort nur bis längstens Ende Oktober bleiben... als ich nach der Wohnung gesucht habe, war ja noch unklar, ob ich nicht Ende September schon wieder zurück gehen muss. Entsprechend habe ich auch nach einer Zwischenlösung gesucht und genau das gefunden.
Vielleicht kurz zu den weiteren Plänen:
Ich habe drei Bewerbungen laufen (Japanische Botschaft in Bern als Sekretär der politischen Abteilung, Orell Füssli Verlag als Volontär (60%) und eine Bewerbung in der Service-Abteilung der Anwaltskanzlei Wenger Plattner (50%)). Außerdem rufe ich heute nochmal bei einer anderen Option an, bei der es um eine Teilzeitbetreuung für einen körperbehinderten Schüler geht. Mal sehen, wenn nur eins davon klappt, dürfte ich ganz gut wegkommen.
Außerdem will ich Ende September einen Förderantrag beim Schweizer Nationalfonds einreichen, das wäre eine gute Option, um mich mit etwas weniger Arbeiten finanzieren zu können. Also die Möglichkeiten sind da und vielfach, das sieht gut aus.
Nur eine Bleibe brauch ich noch. Das recherchiere ich dann die Tage, diesmal mit einer langfristigen Perspektive. Drückt mir die Daumen, dass ich was passendes und bezahlbares finde!
Davon abgesehen gab es noch einige administrative Dinge, um die ich mich kümmern musste. Die Krankenversicherung brauchte Angaben über meine aktuelle Gehaltsstufe, weil ich den ermäßigten Satz jetzt nicht mehr bekomme. Das Formular für die Erfassung habe ich jetzt dreimal ausgefüllt: Einmal für Juli, einmal August, einmal September. Im Oktober ändert sich wieder alles, im November nochmal... wenn nicht noch was ganz anderes dazwischenkommt. So ein Durcheinander, nicht wahr?
Dazu kommt, dass ich jetzt doch auch mit den Migrationsbehörden hier in Kontakt treten und einen Ausländerausweis beantragen muss. Wie genau das geht weiß ich noch nicht, was für eine Kategorie ich brauche schon. Zur Not hilft da ein Telefonat mit der Behörde weiter. Das steht auch für heute auf dem Programm...
Tja, ihr seht, es ist viel Bewegung in meinem Leben... in sehr kurzer Zeit. Eine schlechte Nachricht habe ich aber auch noch: Ich werde es nicht schaffen, an meinem Geburtstag nach Hause zu kommen. Ich hätte gerne mit euch ein wenig zusammengesessen, aber es klappt einfach nicht. Die Woche vorher bin ich in Frankfurt bzw. in Frankfurt und dem Saarland und am Wochenende meines Geburtstags ziehe ich in Zürich um. Ich brauche irgendwie ein wenig Ruhe, ich merke deutlich, wie sehr mich gerade die letzten Tage doch angreifen.
In jedem Fall wünsche ich euch allen noch eine gute Zeit und hoffe, dass es bei euch ein bisschen schöneres Wetter ist als hier. Die dicken Wolken, die über den Üetliberg kommen, verdecken alles...
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