So, die geänderten Passwörter funktionieren und ich glaube, ich habe mittlerweile den Durchblick, was wie funktioniert. Aufatmen!
Heute Nachmittag habe ich meine erste Wohnungsbesichtigung in Zürich. Mit etwas Glück kann ich dann ab Ende August umziehen und brauche mir zumindest für die Laufzeit meiner Anstellungsverfügung keine Gedanken um eventuelle Obdachlosigkeit zu machen.
Ansonsten geht es leidlich voran. Eine Bewerbung für eine Stelle in Bern ist in Arbeit, mal sehen ob das was wird. Bern ist zwar mit dem Zug eine knappe Stunde weit entfernt und deshalb eigentlich nicht der ideale Arbeitsplatz, aber die Stelle hat Japanbezug und könnte sich als interessant erweisen... trotz der recht hohen Einstellungsanforderungen. Es geht um eine Stelle an der japanischen Botschaft, um das Kind beim Namen zu nennen. Mal sehen, was daraus wird, aber ich denke mal, dass die Erfolgsaussichten da relativ gering sein dürften. Aber hey, immer nach der Decke strecken, richtig?
Leider sind wir mit der Router-Problematik noch keinen Schritt weiter. Anscheinend muss ein Firmware-Update gemacht werden. Sollte das nicht reichen, ist der Router wohl doch hin. Naja, gibt schlimmeres, kann ja zumindest im Büro bloggen und die News checken... dieser Zustand wird wohl auch noch diese Woche anhalten. Vielleicht länger.
Momentan haben wir hier recht viele Gewitter, meist am Nachmittag oder frühen Abend. Das hat den Vorteil, dass es tatsächlich auch mal abkühlt und den Nachteil, dass Baden gehen nicht mehr so einfach ist. Aber da ich momentan sowieso einen leichten Sonnenbrand habe (den ersten seit langer, langer Zeit!) ist mir das eigentlich auch ganz recht. So wirds nicht schlimmer und die kühlen Brisen, die so durchziehen, sind wirklich sehr angenehm.
Ich weiß nicht recht, ob ich damit richtig liege, aber es scheint irgendwie eine sehr große Anzahl rauchender Menschen in Zürich zu geben. Vielleicht war ich in den letzten Wochen vor meiner Abreise einfach nicht mehr genug unter Leuten, aber rein subjektiv saugt hier irgendwie ein Drittel der Leute an ner Fluppe. Oder kifft.
Es ist interessant, anscheinend interessiert das hier kaum jemanden, wenn mitten auf der Straße einer durchgezogen wird. Und das in der Schweiz, die ja ansonsten wirklich recht gut reguliert ist.
Ein ähnliches Phänomen sind die Brückenspringer am Letten. Letten-Badi heißt der Teil an der Limmat, an der ich immer baden gehe. Das steht für Letten-Badeanstalt, was mich dazu gebracht hat, zu glauben, es gebe einen Fluss namens "Letten". Ist aber nicht so, es gibt nur die Limmat und die Sihl, die auch nicht in den Zürichsee hinein, sondern (wenn ich nicht ganz falsch liege) aus ihm heraus fließen. Merkwürdig genug für meinen Geschmack.
In jedem Fall gibt es eine Brücke, die kurz vor der Letten-Badi über die Limmat führt. Und von da aus springen einige Mutige bei heißem Wetter ganz gern in den Fluss, der dort anscheinend tief genug für solche Mätzchen ist (immerhin habe ich noch keinen der Probanden bäuchlings in das direkt dahinter liegende Wasserkraftwerk treiben sehen). Das Interessante: Es scheint niemanden zu kümmern, dass da einige Leute weit hinter dem "Ab hier nicht mehr baden"-Schild nicht nur im Wasser sind, sondern eben aus etwa zehn Metern Höhe ins Wasser springen.
Vermutlich fühlt sich für diesen Bereich einfach niemand zuständig, weil es ja außerhalb des gekennzeichneten Bereichs ist, der seinerseits natürlich schon von Rettungsschwimmern überwacht wird.
Das könnte ein Indiz für die liberale Haltung in der Schweiz sein, die jedem Menschen erst einmal genug Intellekt zutraut, auch gefährliche Entscheidungen selbst abwägen und treffen zu können. Aber zu Betrachtungen über den Nationalcharakter will ich mich an dieser Stelle besser nicht weiter versteigen...
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Dienstag, 13. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
Tja, das wars dann wohl...
Der Oktopus hatte Recht. Wie immer bisher. Also, wenn der die nächste EM noch erlebt, weiß ich, auf wessen Tipp ich höre, bevor ich mein Geld setze.
Ich war beim "Public Viewing" in einer Kneipe hier in der Nähe der Langstraße. "Kneipe" triffts nicht wirklich, es war schon eine größere Lokalität: http://www.ambossrampe.ch/ direkt neben den Gleisen Richtung Hauptbahnhof.
An sich ziemlich nett gemacht, mit einer großen Leinwand und zwei weiteren großen LCD-Fernsehern, so dass man eigentlich immer was sieht (auch wenn irgendwelche zu groß Gewachsenen meinen, sich vor einen schieben zu müssen). Die Preise waren moderat (5 CHF für ein Bier, das entspricht ungefähr 3,70 für einen Becher), die Stimmung gut... auch wenn irgendwie ein Grossteil der Leute in Deutschland-Shirts und -Trikots einen erstaunlich harten, Schweizer Dialekt zu haben schienen...
Immerhin, wir haben zusammen gehofft und gebibbert. Mehr gebibbert als gehofft, klar, aber endlich mal wieder ein Spiel, wie ich es aus den "guten alten Zeiten" noch lebhaft in Erinnerung habe. Gut, jetzt kommt halt Uruguay dran, dann bügeln wir die Nummer aus, so gut es geht!
Was gibt es sonst neues... die See-Überquerung habe ich gestern leider verpasst, weil ich nicht rechtzeitig aus dem Büro kam. Das ist hier eines der gro'en Sommer-Events, dabei wird an einer (schmalen) Stelle der Zürichsee durchschwommen. Die Gesamtdistanz beträgt dabei etwa 1,5 Kilometer, also schon ein ordentliches Stück. Leider war ich erst so gegen halb sechs daheim, und einkaufen musste ich auch noch ein paar Kleinigkeiten... der letzte Einstieg wäre so um viertel vor Sieben gewesen, zu knapp um das noch zu finden. Schade!
Dafür bin ich an den Letten gegangen (einen der drei großen Flüsse, die durch Zürich fließen) und der nicht weit weg von meiner Unterkunft ist. Da gibts auf beiden Ufern schöne Promenaden mit Beachvolleyball-Feldern, kleinen Gastro-Betrieben und Holzstegen, von denen aus man prima ins Wasser kommt. Der Letten hat eine echt starke, aber gleichmäßige Strömung, so dass man in der Regel etwas weiter oben am Flusslauf ins Wasser geht und sich dann von der Strömung nach unten zum Handtuch tragen lässt.
Gegen die Strömung zu schwimmen geht, aber meist verhindert es nur das Abtreiben und man kommt nicht wirklich vorwärts. Die sportliche Herausforderung ist also gegeben, wenn man das will. Ehrlich gesagt ist das Letten-Ufer mein Lieblingsplatz... wann immer ich es schaffe, packe ich mir was zu trinken und ein Buch ein und setze mich nochmal kurz da unten hin.
Auch mit dem Unisport habe ich erste Erfahrungen gemacht... die Uni hat drei oder vier Sportstätten, die echt gut ausgestattet sind, und bietet überdies noch einiges an Kursen und Gruppensportarten an (Schwimmen, Segeln, Aikido,...). Eine der Anlagen ist hier direkt um die Ecke vom Ostasiatischen Institut, leider wird die gerade renoviert (wenn "Revision" auf Schweizerisch "Renovieren" bedeutet. Ansonsten wird sie wohl nur gewartet). Der kurze Weg zum Sportlerglück ist also noch bis zum 18.7. nicht gangbar... Aber es gibt ja noch andere Sportstätten!
Eine davon befindet sich, vom ostasiatischen Institut aus betrachtet, einfach am Ende der Straße. Der Zürichbergstraße. Wir hier haben die Hausnummer 4, die Sportstätte die Hausnummer 196. Einigen von euch dämmerts jetzt sicher schon: Ja, es geht eine halbe Stunde Fußweg den Berg rauf. Sicher, es fährt auch eine Straßenbahn... aber ich wollte es einfach mal ausprobieren, zu laufen.
Als ich oben ankam, war der erste Teil meines Trainings dann auch schon erfolgreich abgeschlossen... und eigentlich hätte ich unverrichteter Dinge wieder abziehen können, weil ich mit meiner Legi (=Studentenausweis) da so ohne weiteres nicht hätte trainieren dürfen. Leider zähle ich als Doktorand nicht mehr als Studierender, muss die Nutzung der Sportstätten also extra zahlen (200-300 Franken für ein Jahr, also etwa die Hälfte des studentischen Beitrags, den ich zahle). Das wusste ich natürlich nicht, stand also frohen Mutes mit meinem kleinen schwarzen Rucksack da oben und machte große Augen.
Ausnahmsweise hat mich der Mensch am Eingang dann das eine Mal so reingelassen... aber Pssst!
Naja, ob sich die Investition für zwei Monate lohnt, weiß ich noch nicht. Aber das Training hat Spaß gemacht und ich würde es schon gern weiterführen. Werde mich heute mal mit der verantwortlichen Stelle in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter. Heute will ich auch ein paar Bilder vom Institut schießen. Die kann ich dann vermutlich Morgen hochladen, wenn ich meinen Laptop hier irgendwie ins Uninetz bekomme.
Ein langer Beitrag, aber ich hatte ja auch gestern nichts geschrieben... das sollte sich ausgleichen.
Ich war beim "Public Viewing" in einer Kneipe hier in der Nähe der Langstraße. "Kneipe" triffts nicht wirklich, es war schon eine größere Lokalität: http://www.ambossrampe.ch/ direkt neben den Gleisen Richtung Hauptbahnhof.
An sich ziemlich nett gemacht, mit einer großen Leinwand und zwei weiteren großen LCD-Fernsehern, so dass man eigentlich immer was sieht (auch wenn irgendwelche zu groß Gewachsenen meinen, sich vor einen schieben zu müssen). Die Preise waren moderat (5 CHF für ein Bier, das entspricht ungefähr 3,70 für einen Becher), die Stimmung gut... auch wenn irgendwie ein Grossteil der Leute in Deutschland-Shirts und -Trikots einen erstaunlich harten, Schweizer Dialekt zu haben schienen...
Immerhin, wir haben zusammen gehofft und gebibbert. Mehr gebibbert als gehofft, klar, aber endlich mal wieder ein Spiel, wie ich es aus den "guten alten Zeiten" noch lebhaft in Erinnerung habe. Gut, jetzt kommt halt Uruguay dran, dann bügeln wir die Nummer aus, so gut es geht!
Was gibt es sonst neues... die See-Überquerung habe ich gestern leider verpasst, weil ich nicht rechtzeitig aus dem Büro kam. Das ist hier eines der gro'en Sommer-Events, dabei wird an einer (schmalen) Stelle der Zürichsee durchschwommen. Die Gesamtdistanz beträgt dabei etwa 1,5 Kilometer, also schon ein ordentliches Stück. Leider war ich erst so gegen halb sechs daheim, und einkaufen musste ich auch noch ein paar Kleinigkeiten... der letzte Einstieg wäre so um viertel vor Sieben gewesen, zu knapp um das noch zu finden. Schade!
Dafür bin ich an den Letten gegangen (einen der drei großen Flüsse, die durch Zürich fließen) und der nicht weit weg von meiner Unterkunft ist. Da gibts auf beiden Ufern schöne Promenaden mit Beachvolleyball-Feldern, kleinen Gastro-Betrieben und Holzstegen, von denen aus man prima ins Wasser kommt. Der Letten hat eine echt starke, aber gleichmäßige Strömung, so dass man in der Regel etwas weiter oben am Flusslauf ins Wasser geht und sich dann von der Strömung nach unten zum Handtuch tragen lässt.
Gegen die Strömung zu schwimmen geht, aber meist verhindert es nur das Abtreiben und man kommt nicht wirklich vorwärts. Die sportliche Herausforderung ist also gegeben, wenn man das will. Ehrlich gesagt ist das Letten-Ufer mein Lieblingsplatz... wann immer ich es schaffe, packe ich mir was zu trinken und ein Buch ein und setze mich nochmal kurz da unten hin.
Auch mit dem Unisport habe ich erste Erfahrungen gemacht... die Uni hat drei oder vier Sportstätten, die echt gut ausgestattet sind, und bietet überdies noch einiges an Kursen und Gruppensportarten an (Schwimmen, Segeln, Aikido,...). Eine der Anlagen ist hier direkt um die Ecke vom Ostasiatischen Institut, leider wird die gerade renoviert (wenn "Revision" auf Schweizerisch "Renovieren" bedeutet. Ansonsten wird sie wohl nur gewartet). Der kurze Weg zum Sportlerglück ist also noch bis zum 18.7. nicht gangbar... Aber es gibt ja noch andere Sportstätten!
Eine davon befindet sich, vom ostasiatischen Institut aus betrachtet, einfach am Ende der Straße. Der Zürichbergstraße. Wir hier haben die Hausnummer 4, die Sportstätte die Hausnummer 196. Einigen von euch dämmerts jetzt sicher schon: Ja, es geht eine halbe Stunde Fußweg den Berg rauf. Sicher, es fährt auch eine Straßenbahn... aber ich wollte es einfach mal ausprobieren, zu laufen.
Als ich oben ankam, war der erste Teil meines Trainings dann auch schon erfolgreich abgeschlossen... und eigentlich hätte ich unverrichteter Dinge wieder abziehen können, weil ich mit meiner Legi (=Studentenausweis) da so ohne weiteres nicht hätte trainieren dürfen. Leider zähle ich als Doktorand nicht mehr als Studierender, muss die Nutzung der Sportstätten also extra zahlen (200-300 Franken für ein Jahr, also etwa die Hälfte des studentischen Beitrags, den ich zahle). Das wusste ich natürlich nicht, stand also frohen Mutes mit meinem kleinen schwarzen Rucksack da oben und machte große Augen.
Ausnahmsweise hat mich der Mensch am Eingang dann das eine Mal so reingelassen... aber Pssst!
Naja, ob sich die Investition für zwei Monate lohnt, weiß ich noch nicht. Aber das Training hat Spaß gemacht und ich würde es schon gern weiterführen. Werde mich heute mal mit der verantwortlichen Stelle in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter. Heute will ich auch ein paar Bilder vom Institut schießen. Die kann ich dann vermutlich Morgen hochladen, wenn ich meinen Laptop hier irgendwie ins Uninetz bekomme.
Ein langer Beitrag, aber ich hatte ja auch gestern nichts geschrieben... das sollte sich ausgleichen.
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