Donnerstag, 8. Juli 2010

Tja, das wars dann wohl...

Der Oktopus hatte Recht. Wie immer bisher. Also, wenn der die nächste EM noch erlebt, weiß ich, auf wessen Tipp ich höre, bevor ich mein Geld setze.

Ich war beim "Public Viewing" in einer Kneipe hier in der Nähe der Langstraße. "Kneipe" triffts nicht wirklich, es war schon eine größere Lokalität: http://www.ambossrampe.ch/ direkt neben den Gleisen Richtung Hauptbahnhof.
An sich ziemlich nett gemacht, mit einer großen Leinwand und zwei weiteren großen LCD-Fernsehern, so dass man eigentlich immer was sieht (auch wenn irgendwelche zu groß Gewachsenen meinen, sich vor einen schieben zu müssen). Die Preise waren moderat (5 CHF für ein Bier, das entspricht ungefähr 3,70 für einen Becher), die Stimmung gut... auch wenn irgendwie ein Grossteil der Leute in Deutschland-Shirts und -Trikots einen erstaunlich harten, Schweizer Dialekt zu haben schienen...

Immerhin, wir haben zusammen gehofft und gebibbert. Mehr gebibbert als gehofft, klar, aber endlich mal wieder ein Spiel, wie ich es aus den "guten alten Zeiten" noch lebhaft in Erinnerung habe. Gut, jetzt kommt halt Uruguay dran, dann bügeln wir die Nummer aus, so gut es geht!

Was gibt es sonst neues... die See-Überquerung habe ich gestern leider verpasst, weil ich nicht rechtzeitig aus dem Büro kam. Das ist hier eines der gro'en Sommer-Events, dabei wird an einer (schmalen) Stelle der Zürichsee durchschwommen. Die Gesamtdistanz beträgt dabei etwa 1,5 Kilometer, also schon ein ordentliches Stück. Leider war ich erst so gegen halb sechs daheim, und einkaufen musste ich auch noch ein paar Kleinigkeiten... der letzte Einstieg wäre so um viertel vor Sieben gewesen, zu knapp um das noch zu finden. Schade!

Dafür bin ich an den Letten gegangen (einen der drei großen Flüsse, die durch Zürich fließen) und der nicht weit weg von meiner Unterkunft ist. Da gibts auf beiden Ufern schöne Promenaden mit Beachvolleyball-Feldern, kleinen Gastro-Betrieben und Holzstegen, von denen aus man prima ins Wasser kommt. Der Letten hat eine echt starke, aber gleichmäßige Strömung, so dass man in der Regel etwas weiter oben am Flusslauf ins Wasser geht und sich dann von der Strömung nach unten zum Handtuch tragen lässt.
Gegen die Strömung zu schwimmen geht, aber meist verhindert es nur das Abtreiben und man kommt nicht wirklich vorwärts. Die sportliche Herausforderung ist also gegeben, wenn man das will. Ehrlich gesagt ist das Letten-Ufer mein Lieblingsplatz... wann immer ich es schaffe, packe ich mir was zu trinken und ein Buch ein und setze mich nochmal kurz da unten hin.

Auch mit dem Unisport habe ich erste Erfahrungen gemacht... die Uni hat drei oder vier Sportstätten, die echt gut ausgestattet sind, und bietet überdies noch einiges an Kursen und Gruppensportarten an (Schwimmen, Segeln, Aikido,...). Eine der Anlagen ist hier direkt um die Ecke vom Ostasiatischen Institut, leider wird die gerade renoviert (wenn "Revision" auf Schweizerisch "Renovieren" bedeutet. Ansonsten wird sie wohl nur gewartet). Der kurze Weg zum Sportlerglück ist also noch bis zum 18.7. nicht gangbar... Aber es gibt ja noch andere Sportstätten!

Eine davon befindet sich, vom ostasiatischen Institut aus betrachtet, einfach am Ende der Straße. Der Zürichbergstraße. Wir hier haben die Hausnummer 4, die Sportstätte die Hausnummer 196. Einigen von euch dämmerts jetzt sicher schon: Ja, es geht eine halbe Stunde Fußweg den Berg rauf. Sicher, es fährt auch eine Straßenbahn... aber ich wollte es einfach mal ausprobieren, zu laufen.

Als ich oben ankam, war der erste Teil meines Trainings dann auch schon erfolgreich abgeschlossen... und eigentlich hätte ich unverrichteter Dinge wieder abziehen können, weil ich mit meiner Legi (=Studentenausweis) da so ohne weiteres nicht hätte trainieren dürfen. Leider zähle ich als Doktorand nicht mehr als Studierender, muss die Nutzung der Sportstätten also extra zahlen (200-300 Franken für ein Jahr, also etwa die Hälfte des studentischen Beitrags, den ich zahle). Das wusste ich natürlich nicht, stand also frohen Mutes mit meinem kleinen schwarzen Rucksack da oben und machte große Augen.

Ausnahmsweise hat mich der Mensch am Eingang dann das eine Mal so reingelassen... aber Pssst!

Naja, ob sich die Investition für zwei Monate lohnt, weiß ich noch nicht. Aber das Training hat Spaß gemacht und ich würde es schon gern weiterführen. Werde mich heute mal mit der verantwortlichen Stelle in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter. Heute will ich auch ein paar Bilder vom Institut schießen. Die kann ich dann vermutlich Morgen hochladen, wenn ich meinen Laptop hier irgendwie ins Uninetz bekomme.

Ein langer Beitrag, aber ich hatte ja auch gestern nichts geschrieben... das sollte sich ausgleichen.

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